Winterthur

Dass am Vogelsang die Vögel auch während der Bauzeit weiter singen

Am Vogelsang entstehen in den nächsten drei Jahren 161 neue Wohnungen. Die provisorische Aushubdeponie befindet sich in der Erholungszone. Trotzdem legt die Genossenschaft GWG beim Rück- und Neubau Wert auf den Erhalt der Umgebung.

Die Aushubdeponie für die geplante genossenschaftliche Überbauung am Vogelsang befindet sich in der Erholungszone. Fast alle Apfelbäume sollen trotz der Bauarbeiten stehen bleiben.

Die Aushubdeponie für die geplante genossenschaftliche Überbauung am Vogelsang befindet sich in der Erholungszone. Fast alle Apfelbäume sollen trotz der Bauarbeiten stehen bleiben. Bild: Marc Dahinden

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Am 7. Januar des kommenden Jahres beginnt an der Unteren Vogelsangstrasse der Abbruch von acht Mehrfamilienhäusern aus den Dreissiger- und Vierzigerjahren. Die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft (GWG) baut bis im Sommer 2021 eine unkonventionelle Überbauung mit total 161 Wohnungen — 65 mehr als heute. Die Architekten setzen auf einem achteckigen Grundriss mit Innenhöfen.

Die neue Überbauung enthält eine Kita, eine Velo-Werkstatt, separate Gästezimmer, Begegnungszonen in und ausserhalb der Gebäude. Die Parkplätze direkt an der Strasse und das Trottoir verschwinden und werden durch ein Hochtrottoir ersetzt. Die Bewohner können ihre Fahrzeuge dann in einer Tiefgarage parkieren.

Um das anfallende Aushubmaterial möglichst ohne LKW-Fahrten aus- und wieder einzubauen, reichte die GWG bei der Stadt Winterthur ein Baugesuch für eine Aushubdeponie in der anliegenden Erholungszone ein. Bis im Sommer 2021 soll dort 6000m3 Aushubmaterial lagern.

Zum Vergleich: Das 50-Meter Becken im Hallenbad Geiselweid fasst 1700m3. In dieser Erholungszone befinden sich acht Apfelbäume, zwei müssen gefällt werden. Der Geschäftsführer der GWG Andreas Siegenthaler sagt: «Für uns war von Beginn weg klar, wir möchten so viele Bäume wie möglich erhalten.»

Der Name ist Programm

Der Vogelsang hat seinen Namen nicht von ungefähr. Viele verschiedene Vogelarten bewohnen das Gebiet. Vom Winterquartier Afrika kommt der Mauersegler zum Brüten an den Vogelsang. Das ist auch der Grund warum die Häuser bis Ende April fertig abgebrochen sein sollen.

«Dann beginnt die Brutzeit des Mauerseglers und wir möchten vermeiden, dass sich dieser in der Baustelle einnistet», erklärt Siegenthaler. Für die Bauzeit werden provisorische Nistplätze in Form von Kisten in der Umgebung zur Verfügung gestellt.

Auch bei der Planung des Neubaus wurden die Vögel laut Siegenthaler miteinbezogen. Es werden vogelfreundliche Hecken gepflanzt. «In dornigen Büschen können viele Vögel brüten und sind vor Katzen geschützt.» Die GWG wird bei der Gestaltung der Umgebung auf einheimische Pflanzen setzten. Sie dienen vielen Vögeln als Nahrungsquelle.

Innenhöfe dienen beim GWG-Projekt «Neuer Vogelsang» als Begegnungszonen für Bewohner. Foto: Knapkiewicz & Fickert

(Der Landbote)

Erstellt: 11.10.2018, 18:38 Uhr

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