Winterthur

Chefwechsel bei Optimo

Bei der Optimo-Gruppe in Oberwinterthur hört Mitgründer Peter Uhlmann als CEO auf. Der SVP-Kantonsrat kündigt auch seinen Rücktritt aus der Politik an. Die Firma bleibt in den Händen der Besitzerfamilien.

Die Optimo-Gruppe erhält ab dem kommenden Jahr einen neuen CEO.

Die Optimo-Gruppe erhält ab dem kommenden Jahr einen neuen CEO.

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Wechsel an der Spitze bei der Optimo-Gruppe: Peter Uhlmann, CEO und Mitgründer der Firma, zieht sich per Ende Jahr aus dem Tagesgeschäft zurück.

Wie die Firma in diesen Tagen in einem Kundenbrief informiert hat, übernimmt neu Adrian Kienast, bereits seit sechs Jahren Mitglied der Geschäftsleitung, die operative Führung. Er war damals als familieninterner Nachfolger von Mitgründer Peter Widmer in die Optimo eingetreten.

«Ich möchte Jüngeren Platz machen.»Peter Uhlman, 
Optimo-CEO und SVP-Kantonsrat

Peter Uhlmann erklärt: «Mit 66 Jahren freue ich mich darauf, mehr Freizeit für Sport, Natur, Verwandten- und Bekanntenkreis zu haben und auch mehr und länger in die Ferien zu reisen.» Zusammen mit Peter Widmer, bleibt Uhlmann aber Inhaber des Unternehmens. Er sitzt zudem in mehreren weiteren Verwaltungsräten. «Es wird mir sicher nicht langweilig.»

Rücktritt aus der Politik

SVP-Kantonsrat Uhlmann kündigt auch seinen politischen Rücktritt an: Er werde diese Legislatur noch beenden, dann aber nicht mehr zu den Wahlen im nächsten Frühling antreten. Nach 16 Jahren im Gemeinderat von Dinhard, davon 12 Jahre als Präsident, und anschliessend 12 Jahren als Kantonsrat sagt er: «Ich habe mich genug für die Öffentlichkeit eingesetzt und möchte auch hier Jüngeren Platz machen.»

Im Frühling 2019 verlässt auch Kurt Hanhart die Optimo-Chefetage, nach 16 Jahren als Finanzchef. Seine Funktion übernimmt Patrick Leemann, der seit 2005 im Bereich Finanzen und Controlling tätig ist. Im August dieses Jahres ist Dominik Uhlmann, Sohn von Peter Uhlmann, als Geschäftsleitungsmitglied in die Firma eingetreten. Die Optimo Gruppe wird dadurch weiterhin von den beiden Besitzerfamilien operativ geleitet: Adrian Kienast ist der Schwiegersohn von Peter Widmer.

Gegründet in der Krisenzeit

Das Unternehmen ging 2001 als Management-Buyout aus Sulzer hervor und führte die industriellen Dienstleistungen des Konzerns in Oberwinterthur weiter. In der damaligen Krisenzeit war das ein wichtiger Schritt für den Industriestandort und für die zahlreichen Sulzer-Nachfolgefirmen. Von den heute rund 250 Mitarbeitenden sind noch 15 Personen aus der Gründungsphase mit an Bord, wie Uhlmann erklärt.

Heute und auch in Zukunft seien Dienstleistungen für die Maschinenindustrie ein sehr wichtiges Standbein der Optimo, sagt der designierte CEO Adrian Kienast: «Wir wachsen aber auch in anderen Branchen.» So beispielsweise mit IT-Dienstleistungen des Firmenzweigs Datimo, Druckerzeugnissen der Printimo, in der Transportabwicklung oder in der Lagerlogistik.

Die Optimo Gruppe ist mit verschiedenen Zukäufen gewachsen, diesen Frühling mit der Übernahme der Verpackungsfirma Thurpack, die unterdessen von Aadorf nach Winterthur verlegt worden ist. Kienast ist für die Zukunft des Unternehmens, das seit Beginn die verschiedensten Dienstleistungen anbietet, optimistisch: «Wir sind in den einzelnen Märkten gut aufgestellt und bereit für die kommenden Herausforderungen.»

(Der Landbote)

Erstellt: 09.11.2018, 12:14 Uhr

Tritt zweimal ab: Noch-Kantonsrat und Noch-Optimo-CEO Peter Uhlmann.

Der Neue: Adrian Kienast übernimmt den CEO-Posten bei Optimo.

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